Weiße Tafel Vetschau

Weiße Tafel Vetschau

Die Idee stammt aus Frankreich: Weiß gekleidete, gut gelaunte Menschen beiderlei Geschlechts, allen Alters und aller Hautfarben sitzen an einem langen weißen Tisch und reden miteinander über „Gott und die Welt“. Das Weiß soll die Unterschiede verwischen, aber nicht neutralisieren, sie liegen nur unter einer „weißen Decke“. Dieses äußerlich Gemeinsame soll Gedanken und Gespräche eher sprudeln lassen, sozusagen auf gleicher Basis. Genau dieser Ansatz hat 13 Vetschauerinnen, allen voran Catrin Hinze, Susan Götze und Silvia Banusch von der Initiativgruppe Vetschau und WIR dazu motiviert, sich jährlich an eben einer solchen Tafel zu treffen.

Mitorganisatorin Catrin Hinze fasst den Tag wie folgt zusammen: „Die vierte Weiße Tafel hätte wettertechnisch kaum spannender beginnen können. Dunkle Wolken und unsichere Prognosen sorgten zunächst für einige Diskussionen. Dann am Ende fiel die Entscheidung: Die Weiße Tafel findet wie geplant im Schlosspark statt – und das sollte sich auszahlen! Allmählich füllten sich die festlich in Weiß gedeckten Tische mit ebenso weiß gewandeten Besucherinnen und Besuchern, die gemeinsam lachten, plauderten und mitgebrachte Köstlichkeiten genossen.“

Das Team des Ratskellers versorgte die Gäste mit Sommergetränken, die Frauen der IG boten Kaffee und selbst gebackenen Kuchen an. DJ „Schuh“ unterhielt mit einem bunten Musikmix die Gäste. Ab 13.00 Uhr spielte das Quartett „Tagesform“.

Da nur Sitzen anstrengend sein kann, gab es Gelegenheiten zum Tanzen.E in fester Bestandteil der Weißen Tafel ist inzwischen auch der Tanz aus dem Line Dance „Ah Si“ geworden. Unter Anleitung von Sabine Stellmacher ließen sich zahlreiche Gäste zum Mittanzen animieren.

Ein weißer Ford Mustang, der sich perfekt in das Ambiente der Weißen Tafel einfügte, wurde von Fahrzeugbesitzer Uve Seifert aus Kleinkoschen ausgestellt.

Catrin Hinze: „Ein besonderes Dankeschön gilt den Frauen der IG Vetschau und Wir sowie ihren Ehemännern. Mit großem Einsatz, viel Herzblut und vielen helfenden Händen verwandelten sie einen Teil des Schlossparks in eine festliche Kulisse und sorgten im Hintergrund dafür, dass von der Organisation über den Aufbau bis zum Transport  der Bierzeltgarnituren alles reibungslos funktionierte. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.“

Peter Becker, 09.07.26

P.S. Kleiner KI-Spaß am Rande … auch abends hätte sich ein Weißer Tisch gut gemacht: